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	<title>Technologie Trends | Future Markets Magazine</title>
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	<title>Technologie Trends | Future Markets Magazine</title>
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	<item>
		<title>Quantensprung in der Halbleiter&#173;technologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 07:52:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Quantentechnologie verspricht, die Informationsverarbeitung und -übermittlung grundlegend zu verändern. Erste Quantenprozessoren sind ­bereits erhältlich. Gleichzeitig&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Quantentechnologie verspricht, die Informationsverarbeitung und -&uuml;bermittlung grundlegend zu ver&auml;ndern. Erste Quantenprozessoren sind &shy;bereits erh&auml;ltlich. Gleichzeitig arbeiten Forscher daran, herk&ouml;mmliche Halbleitertechnik und &shy;Quantensysteme zu kombinieren &ndash; und so eine v&ouml;llig neue Form der Halbleiterelektronik zu kreieren.</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das Jahr 2022 markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Digitalisierung: Erstmals werden knapp zwei Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts digital generiert, wie eine IDC-Studie prognostiziert. Die unverzichtbare Basis daf&uuml;r sind sichere, hochleistungs&shy;f&auml;hige IT-Systeme und -Infrastrukturen. &shy;Quantencomputer sind extrem leistungsstark und damit perfekt geeignet, um die wachsenden Datenmengen von Wirtschaft und Gesellschaft zu verarbeiten.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Vielfache Leistung</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Quantencomputer sollen die Leistung herk&ouml;mmlicher Computer um ein Vielfaches &uuml;bertreffen, weil sie vollkommen anders funktionieren. Statt klassischen Bits, die entweder den Wert 0 oder 1 annehmen k&ouml;nnen, benutzen sie sogenannte Quantenbits, die gleichzeitig 0 und 1 sein k&ouml;nnen. &bdquo;Dadurch haben sie ein immenses Potenzial, &shy;Probleme anzugehen, die f&uuml;r klassische Computer unl&ouml;sbar sind. Insbesondere versprechen sie, wichtige &shy;Probleme der Logistik und der Medikamentenentwicklung l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Sie sind eine zentrale Schl&uuml;sseltechnologie des 21. Jahrhunderts&ldquo;, sagt Prof. Dr. Klaus Sengstock, Gruppenleiter am Institut f&uuml;r Laserphysik der Universit&auml;t Hamburg &ndash; im Rahmen eines Forschungsprojekts soll in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren an der Universit&auml;t Hamburg ein funktionsf&auml;higer Quantenoptimierer entstehen. Dabei gibt es verschiedene M&ouml;glichkeiten, Qubits zu konstruieren. Zum Beispiel k&ouml;nnen Photonen, Ionen oder supraleitende Schaltkreise als physikalische Grundlage solcher Konstruktionen dienen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">L&auml;ngst l&auml;uft der globale Wettbewerb um die leistungs&shy;f&auml;higsten Quantencomputer auf Hochtouren. Es geht um die M&auml;rkte der Zukunft. F&ouml;rdermittel, Forschungsgruppen und f&uuml;hrende Unternehmen gestalten den Aufbruch ins Quantenzeitalter. &bdquo;Wir sind im Quantencomputing bei &shy;einem &shy;Reifegrad angelangt, bei dem diese Technologie nicht l&auml;nger nur ins Labor geh&ouml;rt&ldquo;, erkl&auml;rt Dr. Walter Riess, Leiter der mit zwei Nobelpreisen ausgezeichneten Abteilung Wissenschaft und Technologie von IBM&nbsp;&shy;Research in Z&uuml;rich.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Quantenprozessoren werden &shy;praxistauglich</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Erste Quantenprozessoren sind bereits auf dem Markt: So hat IBM 2021 einen Quantenprozessor vorgestellt, der &uuml;ber 127 Qubits verf&uuml;gt. Bis 2023 will der Konzern einen &shy;Quantenprozessor mit &uuml;ber 1.000 Qubits bauen. &Uuml;ber 256&nbsp;Qubits verf&uuml;gt ein Prozessor von QuEra &shy;Computing, der bald f&uuml;r Kunden zug&auml;nglich sein soll. QuEra nutzt &shy;Forschungsergebnisse &uuml;ber neutrale Atome, die an der Harvard University und dem Massachusetts Institute of Technology entwickelt wurden, als Grundlage f&uuml;r seine skalierbare, programmierbare Quantencomputerl&ouml;sung. Die Hardware verwendet Arrays aus neutralen Atomen, bei denen Hunderte von Atomen gek&uuml;hlt und dann durch Laserfelder in einer kleinen Vakuumkammer angeordnet werden. W&auml;hrend die Glasw&auml;nde der Kammer Raumtemperatur &shy;haben, werden die Atome nur wenige &shy;Millimeter entfernt per &shy;Laser auf ein millionstel Grad Kelvin &uuml;ber dem absoluten Nullpunkt gek&uuml;hlt. Das ist mehr als eine Million Mal k&auml;lter als der Weltraum und mehr als tausend Mal k&auml;lter als die supraleitenden Qubits anderer Branchenvertreter wie IBM und &shy;Google. &bdquo;Es besteht eine enorme Chance, Fortschritte bei einigen der kritischsten&nbsp;&ndash; und derzeit unl&ouml;sbaren &ndash; Probleme unserer Zeit zu erzielen, die fast jeden von uns betreffen&ldquo;, sagte Alex Keesling, CEO von QuEra und Miterfinder der QuEra-Technologie. &bdquo;Wir freuen uns darauf, mit unserer ersten Maschine zu demonstrieren, was Quantencomputer f&uuml;r die Menschheit leisten k&ouml;nnen.&ldquo;<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Qubits und Halbleiter Hand in Hand</span></strong></p>
<p class="p1">Quantensysteme werden laut Dell Technologies k&uuml;nftig allerdings nicht f&uuml;r sich stehen, sondern eng mit klassischen IT-Systemen zusammenarbeiten. So werden QPUs (Quantum Processing Units) bald Einzug in &shy;konventionelle &shy;Systeme halten und dort ausgew&auml;hlte Berechnungen durchf&uuml;hren. Die klassischen <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cpu/" target="_blank" title="Central Processing Unit Die zentrale Komponente eines Computers. Sie besteht aus einem Mikroprozessor, der den&hellip;" class="encyclopedia">CPU</a>s &uuml;bernehmen Standardaufgaben und unterst&uuml;tzen die QPUs durch die &shy;Vorbereitung der Daten und die Auswertung der &shy;Ergebnisse. Q.ant hat zum Beispiel ein Verfahren entwickelt, dass es erm&ouml;glicht, heute etablierte elektronische Gro&szlig;rechner um Prozessoren zu erweitern, die mit modernster Quanten&shy;technologie arbeiten. Durch das Aufbringen &shy;hochspezieller Lichtkan&auml;le auf Silizium-Chips lassen sich mit diesem sogenannten Photonik-Chip-Verfahren Quanten auch bei Raumtemperatur nahezu verlustfrei f&uuml;hren, steuern und kontrollieren.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Quanteneffekte k&ouml;nnen aber auch direkt die Halbleiterelektronik verbessern und hier zu einem Durchbruch bei der Bandbreite der Daten&uuml;bertragung, der &shy;Energieeffizienz und der Informationssicherheit f&uuml;hren. Sogenannte &shy;Heterostrukturen, also Schichtsysteme aus &shy;supraleitenden und halbleitenden Materialien, sind &shy;vielversprechende Nachfolger f&uuml;r die heutige Halbleiterelektronik. Zwei in dieser Hinsicht passende Materialien sind der Supraleiter Niobnitrid (NbN) sowie der &shy;Halbleiter Galliumnitrid (GaN). Bislang war aller&shy;dings unklar, wie genau sich die Elektronen an der Kontaktfl&auml;che dieser beiden Materialien verhalten&nbsp;&ndash; und ob wom&ouml;glich die Elektronen aus dem Halbleiter die Supraleitung st&ouml;ren und damit die Quanteneffekte ausl&ouml;schen. Forscher des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) untersuchten genau diese Wechselwirkungen, fanden in ihren Experimenten aber schlie&szlig;lich heraus, dass die Elektronen in beiden Materialien &bdquo;f&uuml;r sich&ldquo; bleiben. Vladimir Strocov, Forscher an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des PSI: &bdquo;Dieses Schichtsystem k&ouml;nnte tats&auml;chlich eine neue Form der Halbleiterelektronik hervorbringen, welche die Quanteneffekte in Supraleitern einbindet und nutzt.&ldquo; Das k&ouml;nnte der Halbleitertechnologie eine neue Wendung &shy;geben und elektronische Bauteile in Zukunft noch einmal deutlich leistungsst&auml;rker ma</span>chen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>8 Trends, die die Zukunft der Halbleiterindustrie prägen werden</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/8-trends-die-die-zukunft-der-halbleiterindustrie-praegen-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 07:46:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine kurze ­Zusammenfassung der wichtigs­­ten Trends, die die ­Ent­wicklung der Halb­leitertechno­logie von heuteund morgen ­bestimmen&#8230;</p>
<p>The post <a href="https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/8-trends-die-die-zukunft-der-halbleiterindustrie-praegen-werden/">8 Trends, die die Zukunft der Halbleiterindustrie prägen werden</a> appeared first on <a href="https://future-markets-magazine.com/de/">Future Markets Magazine</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Eine kurze &shy;Zusammenfassung der wichtigs&shy;&shy;ten Trends, die die &shy;Ent&shy;wicklung der Halb&shy;leitertechno&shy;logie von heute</strong><strong>und morgen &shy;bestimmen werden.</strong></p>
<h3><strong>1 <span class="s1">Das Moore&rsquo;sche Gesetz gilt weiter</span></strong></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Die <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cmos/" target="_blank" title="Complementary Metal Oxide Semiconductor Bildsensor, bei dem die Umwandlung des Signals durch direkt am Pixel&hellip;" class="encyclopedia">CMOS</a>-Transistordichte wird in den n&auml;chsten Jahren weiterhin dem Moore&rsquo;schen Gesetz folgen. Erm&ouml;glicht wird dies vor allem durch Fortschritte bei der EUV-Strukturierung und durch die Einf&uuml;hrung neuartiger Chip-Architekturen. So st&ouml;&szlig;t die FinFET-Technologie bei einer Skalierung &uuml;ber f&uuml;nf Nanometer hinaus an ihre Grenzen. Eine L&ouml;sung werden Nanosheet- oder Gate-all-around-Transistoren bieten: Dabei handelt es sich um eine &shy;modifizierte Transistorstruktur, bei der das Gate den Kanal von allen Seiten kontaktiert und eine kontinuierliche &shy;Skalierung erm&ouml;glicht. Sie versprechen Leistungssteigerungen von mehr als 25 Prozent und eine Senkung des Stromverbrauchs um mehr als 50 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="p1"><span class="s1">2 Neue Chip-Architekturen dr&auml;ngen auf den Markt</span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">&Uuml;ber 50 Jahre hat die x86-Architektur die Mikro&shy;prozessorindustrie dominiert. Mittlerweile &auml;ndert sich das &shy;jedoch: Die ARM-Architektur punktet zunehmend mit &shy;ihrer Leistung und ihrem geringen Stromverbrauch. ARM stellt seine IP-Chip-Hersteller zur Verf&uuml;gung, die darauf basierend ihre eigenen Chips entwickeln und in Foundries fertigen lassen k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus hat die RISC-V-Architektur in IoT-Ger&auml;ten und anderen &shy;Anwendungen aufgrund ihres Open-Source-Vorteils und des besseren Stromverbrauchs an Bedeutung gewonnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>3 <span class="s1">Neue Materialien erg&auml;nzen Silizium</span></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Silizium als Basismaterial von Mikrochips st&ouml;&szlig;t &shy;zunehmend an seine Grenzen. Die Nachfrage nach immer &shy;kleineren und schnelleren integrierten &shy;Schaltkreisen hat die Effizienz des Materials bis an die &shy;Grenze des Machbaren getrieben. Die Erforschung neuer &shy;Materialien ist im Gange, wobei einige Materialien f&uuml;r die Zukunft sehr vielversprechend sind: So &shy;k&ouml;nnte Hochleistungs-&shy;Galliumnitrid aufgrund seines hohen kritischen Energie&shy;feldes f&uuml;r effizientere und schnellere &shy;Stromumwandlungen in Stromnetzen eingesetzt werden. Halbleiter auf &shy;Antimonid- und Bismuthid-Basis werden in verbesserten Infra&shy;rotsensoren f&uuml;r den medizinischen und milit&auml;rischen Bereich eingesetzt. Graphen hat das Potenzial, Silizium als Allzweck-Halbleitermaterial zu &uuml;bertreffen, aber eine breite Kommerzialisierung k&ouml;nnte noch bis zu f&uuml;nfundzwanzig Jahre entfernt sein. Pyrit k&ouml;nnte als Ersatz f&uuml;r das Seltenerd-Element Cadmiumtellurid verwendet werden, das in &shy;Solarzellen weit verbreitet ist, aber nur &shy;begrenzt zur Verf&uuml;gung steht. Pyrit ist reichlich vorhanden, kosteng&uuml;nstig und nicht giftig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="p1"><span class="s1">4 K&uuml;nstliche Intelligenz erobert die Edge</span></h3>
<p class="p2"><span class="s1">Mit einem erwarteten Wachstum von deutlich &uuml;ber 100&nbsp;Prozent in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren ist die Edge-KI einer der gr&ouml;&szlig;ten Trends in der Chipindustrie. Bei der Edge-KI ist die Anwendung des erlernten &bdquo;Wissens&ldquo; (die <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/inferenz/" target="_blank" title="Phase der Anwendung einer k&uuml;nstlichen Intelligenz. Nachdem das System trainiert wurde, zieht es in der&hellip;" class="encyclopedia">Inferenz</a>) in die Endpunkte des Internets der Dinge eingebettet. Heute bieten handels&uuml;bliche Edge-KI-Chips eine Effizienz in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 1 bis 100 Tera-&shy;Operationen pro Sekunde pro Watt (Tops/W), wobei &shy;s&shy;chnelle GPUs oder ASICs f&uuml;r die Berechnungen verwendet werden. F&uuml;r IoT-Implementierungen werden wesent&shy;lich &shy;h&ouml;here Wirkungsgrade ben&ouml;tigt. Die Forschung arbeitet an L&ouml;sungen, die eine Effizienz f&uuml;r <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/inferenz/" target="_blank" title="Phase der Anwendung einer k&uuml;nstlichen Intelligenz. Nachdem das System trainiert wurde, zieht es in der&hellip;" class="encyclopedia">Inferenz</a>en in der &shy;Gr&ouml;&szlig;enordnung von 10.000 Tops/W erreichen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>5 <span class="s1">Neue 3D-Technologien &shy;erm&ouml;glichen &shy;heterogene Integration</span></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Die heterogene Integration, also die Integration verschiedenartiger elektronischer Komponenten auf einem Chip, wird in Zukunft immer wichtiger, um die &shy;Speichergrenze zu &uuml;berwinden oder die Funktionalit&auml;t in &shy;Systemen mit eingeschr&auml;nktem Formfaktor zu erh&ouml;hen. Basis &shy;daf&uuml;r sind 3D-Integrationstechnologien. Aktuell k&ouml;nnen &shy;dabei in der Produktion Abst&auml;nde zwischen den Verbindungspunkten, den L&ouml;tkugeln oder Microbumps, von etwa 30&shy;&nbsp;&shy;Mikrometern realisiert werden. Ziel ist es, diese &shy;Abst&auml;nde weiter zu verringern. Das IMEC hat zum &shy;Beispiel bereits Verbindungsabst&auml;nde von sieben Mikro&shy;metern realisiert. Solche hochdichten Verbindungen erm&ouml;g&shy;lichen eine mehr als 16-fach h&ouml;here 3D-Verbindungsdichte &shy;zwischen den Chips bei der heterogenen Integration und damit einen stark reduzierten Fl&auml;chenbedarf.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>6 <span class="s1">Nichtfl&uuml;chtige Speicher auf dem &shy;Vormarsch</span></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Bei nichtfl&uuml;chtigen Speichern verringert sich zusehends die Geschwindigkeit der Skalierung. Zwar bieten Verfahren wie das Wafer-to-Wafer-Bonding bei NAND-Speichern oder die EUV-Lithografie bei DRAMs noch Potenzial zur Verbesserung der Strukturierung, doch die Grenzen sind absehbar. Neue Ans&auml;tze versprechen dagegen eine &shy;weitere Steigerung der Speicherkapazit&auml;t. Dazu &shy;geh&ouml;ren unter &shy;anderem magnetische Direktzugriffsspeicher (MRAM), die einen wesentlich schnelleren Speicherzugriff bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch als elektronische Speicher wie DRAMs erlauben. Zudem ben&ouml;tigen MRAM-&shy;Speicherzellen auf einem Chip nur einen Bruchteil des Platzes, den etwa DRAM- oder SRAM-Zellen belegen.</span><span class="s3"><span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>7 <span class="s1">Logik-Leistung steigern</span></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Transistoren werden in Zukunft weiter schrumpfen &ndash; doch die Performanceverbesserung bei gleicher Leistungsaufnahme hat sich deutlich verlangsamt. Ein Grund daf&uuml;r ist unter anderem die notwendige Skalierung der Strom- und Spannungsversorgung, denn mit den Strukturen werden auch die elektrischen Verbindungen minimiert &ndash; damit steigen deren Widerst&auml;nde. Eine L&ouml;sung k&ouml;nnen im Substrat &bdquo;vergrabene&ldquo; Stromschienen (Buried Power Rails, BPR) sein: Sie sollen durch die optimierte Stromverteilung eine Leistungssteigerung auf System&shy;ebene erm&ouml;glichen. Weiterhin wird an neuen Materialien geforscht, die den Durchgangswiderstand reduzieren: Dazu geh&ouml;ren Hybridmetallisierungen mit Ruthenium oder &shy;Molybd&auml;n. Interconnects auf den Chips k&ouml;nnten in Zukunft statt aus Kupfer aus bin&auml;ren Legierungen und kobaltbasierten Werkstoffen bestehen, mit denen der Leitungswiderstand sinken soll.</span></p>
<h3></h3>
<h3>8 <span class="s1">CMOS und MEMS wachsen zusammen</span></h3>
<p class="p2"><span class="s2">Etablierte <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cmos/" target="_blank" title="Complementary Metal Oxide Semiconductor Bildsensor, bei dem die Umwandlung des Signals durch direkt am Pixel&hellip;" class="encyclopedia">CMOS</a>-Technologien werden in Zukunft &shy;zunehmend durch <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/mems/" target="_blank" title="Micro-Electro-Mechanical System Eine Kombination aus mechanischen Elementen, Sensoren, Aktuatoren und elektronischen Schaltungen auf einem Substrat&hellip;" class="encyclopedia">MEMS</a> (Micro-Electro-Mechanical &shy;Systems) erg&auml;nzt. Die <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cmos/" target="_blank" title="Complementary Metal Oxide Semiconductor Bildsensor, bei dem die Umwandlung des Signals durch direkt am Pixel&hellip;" class="encyclopedia">CMOS</a>-Wafer dienen dabei als &shy;&bdquo;intelligentes&ldquo; Substrat, da sie bereits Ansteuer- und Ausleseschaltungen, Signalverarbeitung und Schnitt&shy;stellen zur Energie&shy;&uuml;bertragung enthalten. Durch die Kombination von <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cmos/" target="_blank" title="Complementary Metal Oxide Semiconductor Bildsensor, bei dem die Umwandlung des Signals durch direkt am Pixel&hellip;" class="encyclopedia">CMOS</a> und <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/mems/" target="_blank" title="Micro-Electro-Mechanical System Eine Kombination aus mechanischen Elementen, Sensoren, Aktuatoren und elektronischen Schaltungen auf einem Substrat&hellip;" class="encyclopedia">MEMS</a> entstehen kosteng&uuml;nstige und extrem &shy;kompakte Mikrosysteme f&uuml;r den Einsatz in Medizin, &shy;Industrie, Mobilit&auml;t bis hin zur &shy;&shy;Luft-&nbsp;und Raumfahrt.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
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		<item>
		<title>Trendumkehr</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/trendumkehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 07:40:11 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Preisanstieg Halbleiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seitdem die ersten Halbleiter­Produkte auf den Markt kamen, konnte die ­Branche die Preise für Mikrochips&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Seitdem die ersten Halbleiter&shy;Produkte auf den Markt kamen, konnte die &shy;Branche die Preise f&uuml;r Mikrochips &shy;drastisch &shy;reduzieren. Doch die Einf&uuml;hrung &shy;immer kleinerer Chip-Strukturen hat &shy;diesen Trend gestoppt &ndash; die Preise pro &shy;Transistor steigen wieder.</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die technologische Entwicklung in der Halbleiterindustrie f&uuml;hrte zu einer immensen Reduzierung der Kosten pro Transistor: Lagen Sie in den 1960er-Jahren noch bei rund 1.000 Cent, so rutschten sie zum Jahrtausendwechsel unter 0,000020 Cent. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind vielf&auml;ltig: Zum einen konnte dank immer weiterentwickelter Fertigungsverfahren die Gr&ouml;&szlig;e der integrierten Schaltungen reduziert werden, wodurch aus einem Wafer &shy;immer mehr Chips hergestellt werden konnten. Gleichzeitig stieg die Gr&ouml;&szlig;e der Wafer selbst an, wodurch zus&auml;tzlich noch einmal mehr Chips pro Wafer gefertigt werden konnten. Zum anderen f&uuml;hrte die steigende Nachfrage nach Mikrochips automatisch zu einer Reduzierung der St&uuml;ckkosten: So sanken laut einem Beitrag im Journal &bdquo;Proceedings of the IEEE&ldquo; die Kosten pro Transistor bei jeder Verdoppelung des produzierten Transistorvolumens um etwa den Faktor zwei &ndash; oder, anders ausgedr&uuml;ckt, die durchschnittliche j&auml;hrliche Kostensenkungsrate f&uuml;r Transistoren lag bisher in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 35 Prozent pro Jahr.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Komplexit&auml;t in der Fertigung steigt</span></strong></p>
<p class="p1">Doch inzwischen zeichnet sich ein Wandel in diesen &shy;Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten ab. Denn die immer weitergehende Miniaturisierung hin zu 7-, 5- oder 2-&shy;Nanometer-Strukturen<span class="s1"> hebelt die bisherigen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten aus. Zwar kann &shy;dadurch die Transistordichte weiter verbessert und damit das &shy;Moore&rsquo;sche Gesetz wohl noch viele Jahre am Leben &shy;gehalten werden, doch dies wird nur mit einem </span><span class="s3">hohen technischen Aufwand m&ouml;glich sein &ndash; der entsprechend die Fertigungskosten steigen l&auml;sst. Marvell, ein Fabless-Hersteller von Speicher-, &shy;Telekommunikations- und Halbleiter&shy;produkten, pr&auml;sentierte bereits in 2020 auf seiner Investorenkonferenz eine Grafik, nach der der Preis pro 100 Millionen Gates bis zur Einf&uuml;hrung des 28-&shy;Nanometer-Knotens tats&auml;chlich immer weiter &shy;gesunken ist (auf 1,30 US-Dollar). Doch seitdem steigt er &shy;wieder an &ndash; beim 7-&shy;Nanometer-Knoten liegt er schon wieder bei 1,52&nbsp;US-Dollar. Diese Trendumkehr ist beim Wechsel vom 28- zum 20-Nanometer-Knoten zu beobach&shy;ten. Dies ist &shy;darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass der 28-&shy;Nanometer-Knoten einer der letzten &bdquo;planaren&ldquo; Knoten war, also eine zweidimen&shy;sionale Oberfl&auml;che aufwies. Danach wurde die FinFET-Technologie mit ihren dreidimensionalen Strukturen eingef&uuml;hrt, die deutlich komplexer ist und zus&auml;tzliche Schritte in der Fertigung erfordert. &bdquo;Die durchschnittlichen Kosten f&uuml;r die Entwicklung eines 28-Nanometer-Chips betragen 40 Millionen &shy;US-Dollar&ldquo;, erl&auml;utert Handel Jones, CEO der strategischen Unternehmensberatung International Business Strategy &shy;Corporation (IBS). &bdquo;Im &shy;Vergleich dazu belaufen sich die Kosten f&uuml;r die Entwicklung eines 7-&shy;Nanometer-Chips auf 217&nbsp;&shy;Millionen US-Dollar und die Kosten f&uuml;r die Entwicklung eines 5-Nanometer-Bauteils auf 416 &shy;Millionen &shy;US-Dollar. Ein 3-Nanometer-Design wird bis zu 590 &shy;Millionen US-Dollar kosten.&ldquo;</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Zahl der Fertigungsschritte verdoppelt sich</span></strong></p>
<p class="p1">Zwar versprechen aktuelle Entwicklungen wie &shy;Chiplets oder auch Advanced-Packaging-Technologien eine Redu&shy;zierung der Entwicklungs- und Herstellungskosten. Und auch die Kosten pro bearbeiteter Silizium-Wafer-&shy;Fl&auml;che steigen im langj&auml;hrigen Durchschnitt nur langsam an&nbsp;&ndash; auch dank der Einf&uuml;hrung gr&ouml;&szlig;erer Wafer-Durch&shy;messer. Wer die zuk&uuml;nftigen High-End-Chips mit 5- oder 2-&shy;Nanometer-Strukturen einsetzen will, wird dennoch mit h&ouml;he&shy;ren Kosten rechnen m&uuml;ssen. Ein Grund daf&uuml;r ist, dass sich die Zahl der Ferti&shy;gungsschritte laut CMC&nbsp;&shy;Materials, &shy;einem &shy;Lieferanten von kritischen Materialien f&uuml;r Halbleiter&shy;hersteller, bei einem &shy;5-Nanometer-Knoten im &shy;Vergleich zu &shy;einem 10-Nanometer-Knoten &shy;verdoppelt. Zum Beispiel &shy;wegen des h&ouml;heren Reinigungsaufwands: Allein die Zahl der &shy;Reinigungsschritte &shy;betr&auml;gt bei 5-&shy;Nanometer-Knoten schon rund 30&nbsp;Prozent aller Fertigungsschritte &ndash; nur so k&ouml;nnen die hohen Qualit&auml;ts- und Reinheitsanforderungen erf&uuml;llt werden.<span class="s3"><span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Steigende Anlagenpreise</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s3">Zweiter gro&szlig;er Treiber f&uuml;r die steigenden Kosten sind die Werkzeuge und Fertigungsanlagen. &bdquo;Die Chipherstellung mit EUV tr&auml;gt dazu bei, die Anzahl kritischer Lithografie-Masken (-40 Prozent) und Prozessschritte (-30&nbsp;&shy;Prozent) im Vergleich zur Nicht-EUV-Fertigung zu reduzieren. Dies f&uuml;hrt zu einer signifikanten Reduzierung von Fehlern, Kosten und Zykluszeiten f&uuml;r unsere Kunden&ldquo;, &shy;berichtet Martin van den Brink, President, Chief Technology &shy;Officer and Vice Chair im Management-Board bei ASML. Derartige EUV-Lithografieanlagen kosten heute bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar. Doch die neuen 5- oder 2-&shy;Nanometer-Knoten erfordern einen Technologiesprung: Die EUV-Plattform der n&auml;chsten Generation von ASML wird zum Beispiel noch einmal 60 Prozent kleinere Merkmale erm&ouml;glichen und die &shy;Mikrochipdichte um fast das &shy;Dreifache erh&ouml;hen. Doch laut verschiedenen &shy;Berichten in den Medien wird eine derartige Anlage wohl den Preis von 300 Millionen &shy;US-Dollar &uuml;bersteigen.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Das bedeutet, dass die Chip-Hersteller das Volumen der produzierten Halbleiterprodukte deutlich &shy;erh&ouml;hen &shy;m&uuml;ssen, um die h&ouml;heren Entwicklungs- und &shy;Anlagenkosten zu kompensieren. Gut, dass sich da ein Ende der Nachfrage nach Chips nicht abzeichnet und die Digitalisierung immer mehr &shy;Bereiche durchdringt.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
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		<title>Nur 1 von 1 Milliarde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 07:38:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markets & Technology]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
		<category><![CDATA[BIST]]></category>
		<category><![CDATA[Built-in Self Test]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroniktrends]]></category>
		<category><![CDATA[FPGA]]></category>
		<category><![CDATA[Halbleiterherstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[HCI]]></category>
		<category><![CDATA[Microchip]]></category>
		<category><![CDATA[Microcontroller]]></category>
		<category><![CDATA[Physics-of-Failure]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit Mikrochips]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie Trends]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zuverlässigkeit wird zunehmend ein entscheidender Faktor für Mikrochips. Denn Elektronik übernimmt immer mehr sicherheitskritische Funktionen:&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Zuverl&auml;ssigkeit wird zunehmend ein entscheidender Faktor f&uuml;r Mikrochips. Denn Elektronik &uuml;bernimmt immer mehr sicherheitskritische Funktionen: ob beim automatisierten Fahren, in der Medizintechnik oder der &shy;robotergest&uuml;tzten Industrieproduktion. Mit verschiedenen Ans&auml;tzen kann die Zuverl&auml;ssigkeit von Mikroelektronik &shy;gesteigert werden.</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zuverl&auml;ssigkeit bedeutet, dass der Mikrochip &uuml;ber seine gesamte Lebensdauer seine Aufgaben fehlerfrei erf&uuml;llt. Bisher hat sich die Halbleiterindustrie auf die Qualit&auml;tskontrolle w&auml;hrend des Produktionsprozesses und einen abschlie&szlig;enden Test des fertigen Chips konzentriert &ndash; doch das stellt nur ein fehlerfrei gefertigtes Produkt sicher, nicht aber seine l&auml;ngerfristige Zuverl&auml;ssigkeit im Feld. Dies ist im Consumer-Bereich, in dem die High-End-Chips mit Strukturgr&ouml;&szlig;en von 10 Nanometer oder kleiner vor allem eingesetzt werden, noch kein gr&ouml;&szlig;eres Problem. Denn hier war es bisher in der Regel zul&auml;ssig, dass innerhalb einer angenommenen Lebensdauer von zwei Jahren einer von einer Million Chips ausfallen durfte. Doch seitdem immer mehr High-End-Chips auch in sicherheitskritischen Anwendungen eingesetzt werden, muss deren Zuverl&auml;ssigkeit steigen. So fordert die Automobilindustrie zum Beispiel, dass Chips 18 Jahre fehlerfrei funktionieren bzw. in diesem Zeitraum nur ein Chip pro eine Milliarde ausf&auml;llt. Auch in anderen M&auml;rkten steigen die Anforderungen: Smartphone-Hersteller fordern inzwischen, dass Chips mindestens vier Jahre lang funktionieren statt wie fr&uuml;her nur zwei Jahre. Und in einigen Industrie- und IoT-Anwendungen, wo der Austausch von Sensoren schwierig ist, m&uuml;ssen Chips auch mal 20 Jahre oder l&auml;nger halten.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Zuverl&auml;ssigkeit erh&ouml;hen</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Um die Zuverl&auml;ssigkeit eines Mikrochips zu erh&ouml;hen, m&uuml;ssen Designer das Zusammenspiel aller Komponenten im Blick haben: Eine optimale Gestaltung von Leiterplatte, Verbindungstechnik und Chipgeh&auml;use ist Voraussetzung, wobei auch die Umgebungsbedingungen des zuk&uuml;nftigen Einsatzortes ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen: Feuchtigkeit kann auch im Chip zu Korrosion f&uuml;hren, Vibrationen k&ouml;nnen Verbindungen l&ouml;sen usw.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Zudem muss aber auch die Zuverl&auml;ssigkeit des eigentlichen Halbleiter-Bauelements betrachtet werden. Dabei gelten einige Faustregeln: So sind aus gr&ouml;beren Strukturen aufgebaute Chips tendenziell weniger anf&auml;llig gegen&uuml;ber Einfl&uuml;ssen wie kosmischer Strahlung oder schwankenden Betriebsspannungen. Chips mit kleinerer Grundfl&auml;che leiden dagegen weniger unter mechanischen Stressfaktoren wie Vibration oder Temperaturdifferenzen. Zudem sind Chips auch einem Alterungsprozess ausgesetzt: So sorgt Elektronenmigration f&uuml;r eine Unterbrechung von Leiterbahnen, Temperatureffekte wie <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/bias/" target="_blank" title="Im Zusammenhang mit KI beschreibt der Begriff die Voreingenommenheit eines Systems, die bei den Ergebnissen&hellip;" class="encyclopedia">Bias</a> Temperature Instability (BTI) und Hot Carrier Injection (HCI) spielen bei hochintegrierten Chips eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle. Man spricht dabei von Alterung, Verschlei&szlig; oder Degradation. Durch die fortschreitende Miniaturisierung mikroelektronischer Bauelemente sind diese negativen Ver&auml;nderungen der Materialeigenschaften noch vielf&auml;ltiger und komplizierter geworden. Lokal auftretende Stromdichten und Feldst&auml;rken innerhalb einer Schaltung erreichen zum Beispiel in kleineren Strukturen eher kritische Werte. Bei Standardelektronik minimieren Designer &uuml;blicherweise das Ausfallrisiko, indem sie Sicherheitsreserven in ihre Entw&uuml;rfe einbauen. Dieses sogenannte &bdquo;Over Design&ldquo; ist allerdings teuer, zeitaufw&auml;ndig und mit immer kleineren Technologien nicht mehr realisierbar.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Chips mit integriertem Selbsttest</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Eine L&ouml;sung, um zumindest drohende Ausf&auml;lle fr&uuml;her zu erkennen, ist die Integration von Selbsttests in den Chip. Bei den sogenannten Built-in Self Tests (BIST) werden integrierte Schaltkreise durch Hardware- oder Softwarefunktionen erg&auml;nzt, mit denen sie ihre eigene Funktion testen k&ouml;nnen. So kann zum Beispiel der Prozessor-Takt &uuml;berwacht werden: Ein &bdquo;Clock-Control&ldquo; sp&uuml;rt eventuelle Taktfehler auf. Im Falle eines Falles wird das System automatisch in einen sicheren Status versetzt und ein entsprechendes Signal erzeugt.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">A</span><span class="s2">usf&auml;lle vorhersagen</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Noch einen Schritt weiter gehen L&ouml;sungen, die den gesamten Chip &uuml;berwachen und mittels K&uuml;nstlicher Intelligenz einen bevorstehenden Ausfall ank&uuml;ndigen k&ouml;nnen. So hat zum Beispiel das israelische Unternehmen &shy;proteanTecs eine intelligente On-Chip-&Uuml;berwachungsmethode entwickelt. Sie verbindet eine auf maschinellem Lernen basierende Softwareplattform mit eigens entwickelten sogenannten Agenten, die bereits in der Entwicklung in das Halbleiterdesign integriert werden und im Halbleiter als Sensoren dienen. Durch deren Auslesen und die Analyse der daraus gewonnenen Daten k&ouml;nnen Erkenntnisse &uuml;ber Funktions- und Leistungsf&auml;higkeit von Halbleitern und elektronischen Systemen gewonnen werden. Insbesondere bei neuen Halbleitergenerationen kann mit diesen Ergebnissen die Qualit&auml;t und die Zuverl&auml;ssigkeit gesteigert und die Lebensdauer verl&auml;ngert werden.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Alterung simulieren</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Um ein &bdquo;Over Design&ldquo; zu vermeiden, k&ouml;nnen Designer zudem eine Simulation der zu erwartenden Alterung in den IC-Entwicklungsprozess integrieren. So l&auml;sst sich bereits in der Designphase die Zuverl&auml;ssigkeit der Entw&uuml;rfe genau prognostizieren. Zum Beispiel erarbeitet das Fraunhofer IIS an seinem Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS in Dresden dazu Ans&auml;tze. Dabei verbinden sie unter dem Schlagwort &bdquo;Physics-of-Failure&ldquo; Wissen zu den physikalischen Mechanismen mit Ans&auml;tzen, die auf statistischen Daten &uuml;ber Ausf&auml;lle im Einsatz beruhen. So k&ouml;nnen Elektronikdesign-Teams zuk&uuml;nftig effizient potenzielle Zuverl&auml;ssigkeitsprobleme von Halbleitern und Systemen bewerten&nbsp;&ndash; und das bereits vor ihrer Fertigung.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Fingerabdruck f&uuml;r Elektronik</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Eng verwandt mit dem Thema Zuverl&auml;ssigkeit ist die Vertrauensw&uuml;rdigkeit. Denn gef&auml;lschte oder manipulierte Chips k&ouml;nnen auch zu einem Ausfall im Einsatz f&uuml;hren. Forscher der Universit&auml;t Ulm arbeiten daher daran, einen f&auml;lschungssicheren physikalischen &bdquo;Fingerabdruck&ldquo; f&uuml;r elektronische Leiterplatten, programmierbare Schaltungen und integrierte Schaltkreise (<a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/fpga/" target="_blank" title="Field Programmable Gate Array Vorkonfektionierte integrierte Schaltungen mit einer Vielzahl an Logikschaltungen, die vom Anwender&hellip;" class="encyclopedia">FPGA</a> und Microcontroller) zu entwickeln. Die Idee basiert darauf, dass es bei der Produktion der Bauteile zu unvermeidlichen Prozessschwankungen kommt, die im Nanobereich zu kleinsten Abweichungen f&uuml;hren. Durch die detaillierte Erfassung dieser Abweichungen wird es m&ouml;glich, das Bauteil &uuml;ber die gesamte Lebensdauer zu identifizieren. So kann sp&auml;ter jederzeit herausgefunden werden, ob ein Bauteil ein Original ist oder ob es ver&auml;ndert wurde, um der Anwendung zu schaden. Der Grundgedanke dahinter: In der eindeutigen Identifizierbarkeit von Elektronik-Komponenten liegt der Schl&uuml;ssel zu mehr Zuverl&auml;ssigkeit.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="p1"><strong><span class="s1">Begriffe rund um -Zuverl&auml;ssigkeit</span></strong></h3>
<p class="p2"><b>Defective Parts Per Million (DPPM):<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></b></p>
<p class="p2">Defekte Teile pro Million. Bezeichnet auch ausgefallene Ger&auml;te pro Million gelieferter Einheiten.</p>
<p class="p2"><b>&shy;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;</b></p>
<p class="p2"><b>Failure in Time (FIT):<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></b></p>
<p class="p2">Ausfallrate &ndash; Die Einheit FIT gibt die Anzahl der Bauteile an, die in 10<sup>9</sup> Stunden ausfallen (Ausfallrate bei 1 Fit also einmal in ca. 114.000 Jahren).</p>
<p class="p2"><b>&shy;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;</b></p>
<p class="p2"><b>Mean Time Between Failure (MTBF):<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></b></p>
<p class="p2">Die durchschnittliche Zeit zwischen dem Auftreten von Defekten. Anders ausgedr&uuml;ckt, die Lebensdauer eines Chips dividiert durch die Gesamtzahl der Defekte.</p>
<p class="p2"><b>&shy;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;&ndash;</b></p>
<p class="p2"><b>Mean Time To Failure (MTTF):<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></b></p>
<p class="p2">Die durchschnittliche Zeit bis zum Eintreten des Ausfalls. Der MTTF-Wert wird bei nicht reparierbaren Systemen verwendet.</p>
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		<title>Kleiner, Stärker, Preiswerter</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/kleiner-staerker-preiswerter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 07:31:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markets & Technology]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
		<category><![CDATA[Halbleiterindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[IOT]]></category>
		<category><![CDATA[ki]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungselektronik]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrochip-­Herstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrochips]]></category>
		<category><![CDATA[Moore’sche Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie Trends]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange Zeit beherrschte das Moore’sche Gesetz die ­Anforderungen an die Entwicklung neuer Mikrochips. Doch neue&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Lange Zeit beherrschte das Moore&rsquo;sche Gesetz die &shy;Anforderungen an die Entwicklung neuer Mikrochips. Doch neue Technologie-Trends wie das <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/internet-der-dinge/" target="_blank" title="Internet of Things (IoT) Verkn&uuml;pfung physischer Objekte (Dinge) mit einem virtuellen Abbild im Internet. Allt&auml;gliche&hellip;" class="encyclopedia">Internet der Dinge</a> oder K&uuml;nstliche Intelligenz stellen die Halbleiterindustrie vor neue &shy;Herausforderungen, w&auml;hrend gleichzeitig die Miniaturisierung der Chip-Strukturen zunehmend an ihre Grenze st&ouml;&szlig;t.</span></strong></p>
<p>S<span class="s1">eit es die Halbleitertechnologie gibt, haben sich die Anforderungen der Kunden im Gro&szlig;en und Ganzen nicht wirklich ge&auml;ndert: Immer besser, schneller und billiger sollen die Mikrochips sein. In der Tat hat die Halbleiterindustrie gro&szlig;e Fortschritte bei der Entwicklung ihrer Halbleiterprodukte gemacht. Konsequent hat sie das Moore&rsquo;sche Gesetz, nach dem sich die Anzahl der Schaltkreise auf einem Mikrochip alle zwei Jahre verdoppelt, weiter umgesetzt. Kleinere Chips mit dichter gepackten Transistoren erm&ouml;glichen die Herstellung kleinerer, leistungsf&auml;higerer elektronischer Ger&auml;te zu niedrigeren Preisen. Ein in der Branche oft zitierter Vergleich verdeutlicht diese Fortschritte sehr anschaulich: Wenn die Automobilindustrie in den letzten 30 Jahren &auml;hnliche Leistungsverbesserungen erzielt h&auml;tte, w&uuml;rde ein Rolls-Royce nur 40 Dollar kosten und mit einer Gallone Benzin achtmal die Erde umrunden k&ouml;nnen &ndash; mit einer H&ouml;chstgeschwindigkeit von 2,4 Millionen Meilen pro Stunde.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">More Moore oder More Than Moore?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Doch die Halbleiterentwicklung st&ouml;&szlig;t zunehmend an die Grenzen des Moore&rsquo;schen Gesetzes: Inzwischen n&auml;hern sich die Strukturen auf den Chips atomaren Gr&ouml;&szlig;enordnungen und lassen sich nicht weiter reduzieren. Eine L&ouml;sung ist der 3D-Ansatz: Dabei werden Schichten von Transistoren &uuml;bereinandergestapelt, wodurch sich die Anzahl der Bauteile pro Quadratmillimeter noch einmal weiter erh&ouml;hen l&auml;sst, selbst wenn die physikalischen Abmessungen in der Ebene nicht mehr weiter reduziert werden k&ouml;nnen. Dabei k&ouml;nnten die Hersteller auch verschiedene Halbleitermaterialien &uuml;bereinanderschichten, zum Beispiel auf eine Lage mit herk&ouml;mmlichen Silizium-Transistoren eine Ebene aus Verbindungshalbleitern wie Indiumgalliumarsenid aufbringen. Sie k&ouml;nnen spezielle Aufgaben &uuml;bernehmen, wie eine besonders &shy;schnelle Signalverst&auml;rkung oder die Detektion von Licht. In dieser Integration zus&auml;tzlicher Funktionen in die Chips sehen viele Experten die Alternative zur Fortf&uuml;hrung des Moore&rsquo;schen Gesetzes. Ihre Devise lautet: Statt &bdquo;More &shy;Moore&ldquo; (weitere &shy;Miniaturisierung) lieber &bdquo;More than Moore&ldquo; (die Vereinigung von digitalen und nicht digitalen Funktionen auf demselben Chip). Zu finden sind derartige L&ouml;sungen bereits heute in vielen Bauelementen, zum Beispiel bei mikroelektromecha&shy;nischen Systemen (<a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/mems/" target="_blank" title="Micro-Electro-Mechanical System Eine Kombination aus mechanischen Elementen, Sensoren, Aktuatoren und elektronischen Schaltungen auf einem Substrat&hellip;" class="encyclopedia">MEMS</a>) oder bei Funk- und Analog/Mixed-Signal-Technologien (RF/AMS).</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Neue L&ouml;sungen f&uuml;r KI-Anwendungen<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Viele der Innovationen in der Halbleiterindustrie wurden durch zwei &uuml;bergeordnete Technologietrends angesto&szlig;en: K&uuml;nstliche Intelligenz und das <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/internet-der-dinge/" target="_blank" title="Internet of Things (IoT) Verkn&uuml;pfung physischer Objekte (Dinge) mit einem virtuellen Abbild im Internet. Allt&auml;gliche&hellip;" class="encyclopedia">Internet der Dinge</a>.</span></p>
<p class="p2"><span class="s2">KI stellt die Halbleitertechnologie vor v&ouml;llig neue Herausforderungen, denn die dabei verarbeiteten und gespeicherten Datenmengen sind enorm gro&szlig;. Um sie zu bew&auml;ltigen, ist eine verbesserte Halbleiterarchitektur notwendig. Dabei geht es weniger um die Verbesserung der Gesamtleistung oder Rechenpower, sondern vielmehr um die Beschleunigung des Datentransfers aus und in den Speicher sowie um effizientere Speichersysteme. So wurden spezielle neuro&shy;nale Chips entwickelt, die wie die Synapsen des menschlichen &shy;Gehirns funktionieren. Anstatt st&auml;ndig Signale zu senden, &shy;arbeiten sie nur bei Bedarf. Zudem verarbeiten KI-Chips &shy;Daten in vielen parallelen Prozessen, nicht wie bisherige &shy;Prozessoren hintereinander weg. Daneben kommen verst&auml;rkt nichtfl&uuml;chtige Speicher bei KI-Halbleitern zum Einsatz. Sie k&ouml;nnen Daten auch ohne st&auml;ndige Stromzufuhr speichern. Die Kombination dieser nichtfl&uuml;chtigen Speicher mit KI-Prozessoren auf einem &bdquo;System-on-a-Chip&ldquo; bietet eine L&ouml;sung f&uuml;r die &shy;Anforderungen moderner KI-<a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/app/" target="_blank" title="Kurzform f&uuml;r Applikation oder Anwendung; Anwendungssoftware f&uuml;r Smartphone, Tablet oder andere tragbare elektronische Ger&auml;te." class="encyclopedia">App</a>likationen.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Mikrochips im Netz der Dinge</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s3">Basis des Internets der Dinge sind kleine Mikroprozessoren, die in Gegenst&auml;nde eingebaut sind und &uuml;ber Funk kommunizieren. &Uuml;ber integrierte Sensoren sind diese &shy;Mini-Computer in der Lage, ihre Umgebung wahr&shy;zunehmen, die Informationen weiterzuverarbeiten und mit &shy;anderen Objekten oder dem Internet zu teilen.</span></p>
<p class="p2"><span class="s3">Das erfordert Mikrocontroller, die auf begrenztem Raum Sensoren, Prozessoren, Speicher, <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/wi-fi/" target="_blank" title="Bezeichnung sowohl f&uuml;r ein Firmenkonsortium, das Ger&auml;te mit Funk-Schnittstellen zertifiziert, als auch f&uuml;r den zugeh&ouml;rigen&hellip;" class="encyclopedia">Wi-Fi</a>-F&auml;higkeit, mikro&shy;elektromechanische Systeme und eine Reihe von &shy;analogen und digitalen Schaltungen integrieren. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch m&ouml;glichst niedrig sein, da die (gr&ouml;&szlig;tenteils mobilen) Objekte nicht an ein Stromnetz angeschlossen werden k&ouml;nnen oder aber ein h&auml;ufiger Batterietausch zu aufw&auml;ndig und zu teuer w&auml;re. Beispielsweise wird derzeit &uuml;berlegt, das heute &uuml;blicherweise in integrierten Schaltkreisen verwendete Basismaterial Silizium durch ein neues Halbleitermaterial wie Galliumarsenid zu ersetzen.</span></p>
<p class="p2"><span class="s3">Da viele IoT-Ger&auml;te zudem raue Umgebungsbedingungen aushalten m&uuml;ssen, stellt der Einsatz hohe Anforderungen an die Robustheit der Halbleiterprodukte, zum Beispiel in puncto Vibration, Temperatur-, Wasser- und/oder Salzresistenz.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Hohe Leistung f&uuml;r 5G<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s3">Sein volles Potenzial wird das IoT aber erst mit dem &shy;neuen Mobilfunkstandard 5G aussch&ouml;pfen k&ouml;nnen. Mit &shy;hoher Bandbreite und &Uuml;bertragungsqualit&auml;t sowie geringer &shy;Latenz stellt 5G in vielen Bereichen die technische Grundlage f&uuml;r den n&auml;chsten Entwicklungsschritt des IoT dar. Eine L&ouml;sung hierf&uuml;r bietet Hochfrequenz- und Leistungselektronik auf der Basis von Galliumnitrid (GaN) oder Siliziumkarbid (SiC). Diese sogenannten Wide-Bandgap-Halbeiter (WBG) zeichnen sich unter anderem durch eine deutlich h&ouml;here Energieeffizienz aus.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Energieeffiziente Leistungselektronik</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s3">Zehnmal kleiner als herk&ouml;mmliche Silizium-Halbleiter k&ouml;nnen WBG-Halbleiter f&uuml;r die Leistungselektronik gefertigt werden und verlieren bis zu 50 Prozent weniger W&auml;rme. Zudem k&ouml;nnen Transistoren aus WBG-Halbleitern die Schaltfrequenz gegen&uuml;ber Silizium-Transistoren um bis zu 500 Prozent steigern. Mit diesen Eigenschaften k&ouml;nnen SiC- und GaN-Halbleiter in vielen Anwendungsgebieten die steigenden Kundenanforderungen erf&uuml;llen &ndash; von der Elektromobilit&auml;t &uuml;ber Fotovoltaik-Wechselrichter bis hin zu Schnellladeger&auml;ten.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
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		<title>Auf dem Weg zu einer resilienten Lieferkette</title>
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		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 12:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markets & Technology]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
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		<category><![CDATA[Halbleiter]]></category>
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		<category><![CDATA[zukunftsmärkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der aktuelle Chip-Engpass hat deutlich gemacht, wie empfindlich die komplexen Halbleiter-Lieferketten auf Störungen reagieren. Politik,&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Der aktuelle Chip-Engpass hat deutlich gemacht, wie empfindlich die komplexen Halbleiter-Lieferketten auf St&ouml;rungen reagieren. Politik, Halbleiterindustrie und Unternehmen, die Chips f&uuml;r ihre Produkte ben&ouml;tigen, ergreifen nun verschiedene Ma&szlig;nahmen, um die Resilienz der Lieferketten zu steigern.</span></strong></p>
<p class="p1">Konsum-Boom meets Lieferengp&auml;sse: So l&auml;sst sich die aktuelle Situation im Welthandel kurz zusammenfassen. Insbesondere bei der Versorgung mit Halbleiterprodukten traten in den letzten Monaten gro&szlig;e Engp&auml;sse auf, die zumindest teilweise wohl auch noch bis ins Jahr 2023 andauern werden.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Halbleiterindustrie erweitert Kapazit&auml;ten<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p1">Die Halbleiterindustrie reagierte bereits, erh&ouml;hte die Auslastung der vorhandenen Fabriken und steigerte damit das Volumen der produzierten Halbleiterprodukte. Auch wurden spezielle &bdquo;Kommandozentralen&ldquo; eingerichtet, um die dringendsten Kundenanfragen zu bearbeiten und um in enger Zusammenarbeit mit den Kunden Doppelbestellungen zu vermeiden. Mit Erfolg, wie der &shy;Europ&auml;ische Verband der Halbleiterindustrie (ESIA) berichtet, denn der weltweite Halbleiterumsatz stieg im Jahr 2021 um 26,2&nbsp;Prozent gegen&uuml;ber 2020 an. &bdquo;Die Rekordzahlen, die der Halbleitermarkt im Jahr 2021 erreicht hat, zeigen, dass die Branche auf das beispiellose Wachstum der weltweiten Halbleiternachfrage reagiert&ldquo;, erkl&auml;rt Hendrik Abma, &shy;Generaldirektor der ESIA. So konnten die Kunden kurzfristig schneller und effizienter mit Produkten beliefert &shy;werden. F&uuml;r eine langfristige Sicherung der Versorgung planen die Chiphersteller dar&uuml;ber hinaus, weltweit mit hohen Investitionen neue Produktionskapazit&auml;ten zu schaffen.</p>
<p><strong><span class="s1">Kleine Hersteller nutzen ihre Chance</span></strong></p>
<p class="p1">Parallel dazu ist laut der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft Deloitte Global zu beobachten, dass die Risikokapital&shy;investitionen in Halbleiter zunehmen &ndash; das betrifft vor &shy;allem Unternehmen, die neue Arten von Chips herstellen, zum Beispiel mit besonderen Funktionen f&uuml;r &shy;spezielle &shy;Anwendungen. Deloitte Global prognostiziert, dass Risiko&shy;kapital-Geber im Jahr 2022 weltweit mehr als sechs &shy;Milliarden US-Dollar in neu gegr&uuml;ndete Halbleiterunternehmen investieren werden. Das ist mehr als dreimal so viel wie in jedem Jahr zwischen 2000 und 2016. Dabei zieht insbesondere RISC-V Investitionen an: Dank dieser Open-Source-Befehlssatzarchitektur f&uuml;r das Chipdesign haben auch kleinere Ger&auml;tehersteller die M&ouml;glichkeit, kosteng&uuml;nstig Hardware zu bauen. Laut Deloitte Global wird sich der Markt f&uuml;r RISC-V-Prozessorkerne im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 verdoppeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><span class="s1"><i>&bdquo;Wir sollten uns nicht auf ein einziges Land oder ein bestimmtes Unternehmen verlassen, um die Versorgungssicherheit zu &shy;gew&auml;hrleisten.&ldquo;<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></i></span></p>
<p class="p2"><span class="s1"><i>Margrethe Vestager, EU-Kommissarin f&uuml;r Wettbewerb und Digitales</i></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Lieferketten resilienter gestalten</span></strong></p>
<p class="p1">Doch nicht nur die Halbleiterindustrie reagiert. Durch den Halbleitermangel ist auch die Abh&auml;ngigkeit bei der Versorgung mit Halbleiterprodukten von wenigen &shy;L&auml;ndern und Herstellern deutlich zu Tage getreten und hat sowohl Kunden als auch die Politik wachger&uuml;ttelt. Seitdem stellt sich allen die Frage, wie die Lieferketten robuster gestaltet werden k&ouml;nnen. Das neue Schlagwort Resilienz beschreibt in diesem Kontext die Widerstandskraft einer Lieferkette, sich externen St&ouml;rfaktoren zu widersetzen &shy;beziehungsweise sich neu ausrichten zu k&ouml;nnen.</p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Mehr Chips im eigenen Land produzieren</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s2">Um diese Widerstandskraft zu erh&ouml;hen, nehmen Regierungen rund um die Welt viel Geld in die Hand. Ihr Fokus liegt dabei insbesondere darauf, mehr Chips im eigenen Land zu produzieren. &bdquo;Die weltweiten Lieferengp&auml;sse zeigen: Deutschland und Europa haben keine Zeit zu verlieren. Wir m&uuml;ssen gemeinsam daran arbeiten, unseren Bedarf an Mikroelektronik selbst zu decken, und die Produktion wieder st&auml;rker nach Deutschland und Europa holen. Daf&uuml;r werden wir F&ouml;rdermittel in Milliardenh&ouml;he in die Hand nehmen&ldquo;, so der deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzminister<br>
Robert Habeck. &bdquo;Wir wollen die Chip-Produktion in Deutschland und Europa st&auml;rken und unabh&auml;n&shy;giger von internationalen Lieferketten &shy;werden.&ldquo; Die Europ&auml;ische Kommission hat daf&uuml;r den European Chips Act auf den Weg gebracht: Er soll 43 Milliarden Euro in Form von &shy;&ouml;ffentlichen und privaten Investitionen mobilisieren, um k&uuml;nftige Unterbrechungen der Lieferketten zu verhindern. Die Ziele beschreibt der f&uuml;r den Binnenmarkt zust&auml;ndige Kommissar Thierry Breton so: &bdquo;Die Sicherung der Versorgung mit den modernsten Chips ist zu einer wirtschaftlichen und geopolitischen Priorit&auml;t geworden. &shy;Unsere Ziele sind ehrgeizig, denn bis 2030 wollen wir unseren Marktanteil auf 20 Prozent verdoppeln und in Europa die ausgereiftesten und energieeffizientesten Halbleiter herstellen.&ldquo; Auch in den USA passierte unl&auml;ngst ein vergleichbares Gesetz das Repr&auml;sentantenhaus: Es sieht Investitionen in H&ouml;he von insgesamt 52 Milliarden US-Dollar zur St&auml;rkung der heimischen Halbleiterfertigung und -forschung vor.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Beschaffung optimieren</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s2">Doch auch die &bdquo;Verbraucher&ldquo; von Halbleitern selbst ergrei&shy;fen zunehmend Ma&szlig;nahmen, um von ihrer Seite aus die Lieferketten resilienter zu gestalten. Allen voran die &shy;Automobilindustrie, die besonders unter dem Halbleiterengpass gelitten hat. Die Unternehmensberatung Roland Berger empfiehlt Unternehmen aus der Automobilindustrie und anderen Branchen, die auf Halbleiter angewiesen sind, die Krise aktiv zu adressieren. Hierzu z&auml;hlen &shy;technische Ma&szlig;nahmen wie ein schnellerer Wechsel auf &shy;einen &shy;zentralisierten bzw. zonalen Aufbau der &shy;Fahrzeugelektrik und -elektronik, um so die Anzahl der ben&ouml;tigten Chips zu reduzieren. &bdquo;Langfristig m&uuml;ssen OEMs und Zulieferer ihre Design-Philosophie anpassen, um mit den dynamischen Kapazit&auml;tsver&auml;nderungen in der Halbleiterindustrie Schritt zu halten. Die Bew&auml;ltigung der Krise &shy;erfordert strategische Ma&szlig;nahmen&ldquo;, betont aber Thomas Kirschstein, &shy;Principal bei Roland Berger. Dabei stellen &shy;direkte langfristige &shy;Liefervertr&auml;ge mit Halbleiterunternehmen, die wechselseitige Kapazit&auml;tszusagen und &shy;Abnahmeverpflichtungen &uuml;ber mehrere Jahre enthalten, einen wichtigen Hebel dar. &bdquo;Die Lieferketten f&uuml;r &shy;automobile Halbleiter sind komplex&ldquo;, sagt Gaurav Gupta, Research Vice &shy;President bei Gartner. &bdquo;In den meisten F&auml;llen sind die Chip-Hersteller traditionell Tier-3- oder Tier-4-&shy;Zulieferer der Automobilhersteller, was bedeutet, dass es in der &shy;Regel eine Weile dauert, bis sie sich an die Ver&auml;nderungen der Nachfrage auf dem &shy;Automobilmarkt anpassen. Dieser Mangel an Transparenz in der Lieferkette hat den Wunsch der Automobil-OEMs nach mehr Kontrolle &uuml;ber ihre Halbleiterlieferungen verst&auml;rkt.&ldquo; So </span>haben zum Beispiel Ford und BMW bereits &shy;direkt mit Global&shy;foundries Vereinbarungen zur Belieferung mit Chips &shy;getroffen. &bdquo;Wir vertiefen unsere Partnerschaft mit den &shy;Lieferanten an &shy;wichtigen Stellen im Lieferantennetzwerk und synchronisieren &shy;unsere Kapazit&auml;tsplanung direkt mit den Halbleiterherstellern und -entwicklern. Das &shy;erh&ouml;ht die Planungssicherheit und Transparenz &uuml;ber die ben&ouml;tigten &shy;Mengen f&uuml;r alle Beteiligten und sichert unseren Bedarf langfristig ab&ldquo;, so Dr. &nbsp;&shy;Andreas Wendt, Mitglied des &shy;Vorstands der BMW AG, verantwortlich f&uuml;r Einkauf und Lieferantennetzwerk.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
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		<title>Ein Königreich für einen Chip</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/ein-koenigreich-fuer-einen-chip/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 12:09:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markets & Technology]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
		<category><![CDATA[future markets magazine]]></category>
		<category><![CDATA[Halbleiterindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Halbleitermangel]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie Trends]]></category>
		<category><![CDATA[weltwirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzten zwei Jahre wurde die Weltwirtschaft von einem eklatanten Engpass an Halbleiter­Produkten ausgebremst. Die&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Die letzten zwei Jahre wurde die Weltwirtschaft von einem eklatanten Engpass an Halbleiter&shy;Produkten ausgebremst. Die Ursache daf&uuml;r war das Zusammentreffen gleich mehrerer Faktoren.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ford, Toyota und Nissan geh&ouml;rten Anfang 2021 zu den ersten Autokonzernen, die ihre Produktion aufgrund fehlender Chips drosseln &shy;mussten. Bald folgten auch andere Autohersteller, &shy;Produktionsb&auml;nder wurden stillgelegt und ganze &shy;Fabriken kurzfristig &shy;geschlossen. Jim Farley, CEO von Ford, sprach von dem &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Versorgungsschock, den er je gesehen hat.&ldquo; Doch nicht nur die Automobilindustrie litt &ndash; und leidet noch &shy;immer &ndash; unter einem akuten Halbleitermangel: Laut der US-&shy;Investmentbank Goldman Sachs waren weltweit 169 Branchen mehr oder minder stark betroffen &ndash; von der Stahlindustrie bis zur Herstellung von Klima&shy;anlagen, selbst bei der Bierproduktion machten sich fehlende Halbleiterprodukte bemerkbar.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Nachfrage &uuml;bersteigt Angebot</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s3">Als offensichtlicher Grund daf&uuml;r wird oftmals die Covid-19-Pandemie genannt, doch tats&auml;chlich liegen die Ursachen tiefer, wie Michael Alexander, Partner bei Roland Berger, erkl&auml;rt: &bdquo;Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage von Halbleitern wird immer gr&ouml;&szlig;er.&ldquo; Neben der &shy;Informations- und Kommunikationstechnik und Unterhaltungselektronik hungern auch die Consumer Electronics nach Chips. Ebenso der Markt der regenerativen Energien kommt ohne Halbleiterprodukte, insbesondere Leistungselek&shy;tronik, nicht aus. So stieg nach Analysen der Roland-Berger-Experten die Chip-Nachfrage von 2020 bis 2022 um 17 Prozent pro Jahr. Die Produktionskapazit&auml;t wuchs im selben Zeitraum hingegen lediglich um sechs Prozent pro Jahr.</span>Dennoch, Covid-19 spielt eine Rolle: Denn die im Rahmen der Pandemie weltweit verh&auml;ngten Lockdowns haben die Nachfrage nach Home-Office-Technologie wie PCs oder Webcams exponentiell erh&ouml;ht. Parallel stornierte die Automotive-Industrie ihre Mikrochip-Bestellungen, da sie von einem deutlich l&auml;nger andauernden Einbruch der Nachfrage ausging. Als sie aber dann nach &shy;kurzer Zeit schon wieder anstieg, waren die Produktionskapazit&auml;ten der &shy;Foundries l&auml;ngst von anderen Verbrauchern wie eben der IT- und Smartphone-Branche ausgebucht. &bdquo;Der Corona-bedingte Digitalisierungsschub in allen Lebensbereichen hat zu einer &shy;verst&auml;rkten Nachfrage nach Halbleitern gef&uuml;hrt. Bereits 2020 war die Nachfrage in Bereichen wie &shy;Mobilfunk, Kommunikations- und Dateninfrastruktur, Computing oder Home Entertainment stark angestiegen&ldquo;, erkl&auml;rt Bitkom-Pr&auml;sident Achim Berg. &bdquo;So traf der Corona-&shy;bedingte Nachfrageschub mit &shy;angespannten Lieferketten zusammen. Geopolitische Konflikte &shy;haben die &shy;Situation weiter zugespitzt&ldquo;, so Berg weiter.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p1"><span class="s3">Insbesondere der Handels&shy;krieg &shy;zwis&shy;chen den USA und China, als Washington Handelsbeschr&auml;nkungen gegen Chinas gr&ouml;&szlig;ten Chip-Hersteller (Semiconductor Manufacturing International Corporation &ndash; SMIC) &shy;verh&auml;ngte, f&uuml;hrte zu erheblichen St&ouml;rungen in den &shy;globalen Halbleiter-Lieferketten.</span><span class="s1"><span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">St&ouml;rungen bei der Produktion<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2">Und als wenn das nicht schon reichte, erlebte Taiwan, der gr&ouml;&szlig;te und wichtigste Akteur in der Halbleiter&shy;industrie, auch noch die schwerste D&uuml;rre seit mehr als einem Jahrhundert. Da f&uuml;r die Chip-Produktion &shy;gro&szlig;e Mengen an hochreinem Wasser ben&ouml;tigt werden, &shy;f&uuml;hrte das zu einem geringeren Output der Foundries. Zus&auml;tzlich hat auch noch ein Feuer das Hauptwerk von &shy;Renesas im japanischen Naka heimgesucht, ein Reinraum und sieben Chip-Fertigungsanlagen wurden &shy;besch&auml;digt. Laut Bloomberg deckt die Produktion der Fabrik in Naka normalerweise bis zu sechs Prozent des weltweiten Chip-Bedarfs der Autoindustrie. Es kamen also viele Ursachen f&uuml;r den Mangel an Chips zusammen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Kapazit&auml;ten am Limit</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s3">Nat&uuml;rlich reagierte die Halbleiterindustrie: So fuhren die Foundries die Auslastung der Produktion bis ans Limit. Laut der Semiconductor Industry Association (SIA) liegt die viertelj&auml;hrliche Kapazit&auml;tsauslastung der Fabriken seit dem ersten Quartal 2019 deutlich &uuml;ber der &bdquo;normalen&ldquo; Vollauslastungsrate von 80 Prozent. In den letzten Quartalen erreichte sie sogar &uuml;ber 95 Prozent. So konnten zwischen Januar 2020 und Januar 2022 gen&uuml;gend Produktions&shy;kapazit&auml;ten aufgebaut werden, um zus&auml;tzlich vier Millionen &shy;Wafer pro Monat herzustellen, was einer Steigerung von &uuml;ber 20 Prozent entspricht. &bdquo;Die Halbleiterhersteller haben im Jahr 2021 mehr Chips ausgeliefert, aber die Nachfrage der OEMs war weitaus gr&ouml;&szlig;er als die Produktionskapazi&shy;t&auml;ten der Hersteller&ldquo;, so Masatsune Yamaji, Forschungsdirektor bei Gartner. Tats&auml;chlich wurden laut SIA im Jahr 2021 mehr als 1 Billion Halbleiter verkauft, was bei weitem den h&ouml;chsten Wert aller Zeiten darstellt.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Aufbau neuer Kapazit&auml;ten braucht Jahre</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s3">Langfristig l&auml;sst sich der Halbleiterengpass aber nur durch den Neubau von Produktionen beheben. So hat die Halbleiterindustrie in 2021 den Bau von 39 &shy;Fabriken &shy;angek&uuml;ndigt, mehr als ein Dutzend dieser Projekte sind bereits im Bau. Doch bis eine Halbleiterfabrik in &shy;Betrieb </span>gehen kann, dauert es mehrere Jahre. &bdquo;Eine baldige Besserung ist nicht in Sicht. Denn der Engpass hat &shy;strukturelle Gr&uuml;nde, die in der aktuellen Ausgestaltung der &shy;Lieferketten liegen&ldquo;, so Michael Alexander. &bdquo;Die Knappheit der Chips wird bis in das Jahr 2023 &ndash; und wahrscheinlich dar&uuml;ber hinaus &ndash; &shy;bestehen bleiben.&ldquo;<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
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		<title>Die Halbleiter-Lieferkette</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/die-halbleiter-lieferkette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 11:59:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fertigung moderner Chips erfordert ­hochspezialisiertes Know-how und immense Investi­tionen. Um dies zu stemmen, hat&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong><span class="s1">Die Fertigung moderner Chips erfordert &shy;hochspezialisiertes Know-how und immense Investi&shy;tionen. Um dies zu stemmen, hat sich in der &shy;Hableiterindustrie in den letzten Jahrzehnten eine &auml;u&szlig;erst &shy;komplexe und globale Lieferkette &shy;herauskristallisiert.</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Prozessoren, Logik-Module und Kommunikations-Bausteine sind heute Alltag in vielen Ger&auml;ten. Doch kaum jemand macht sich wohl Gedanken, wie komplex der Prozess der Herstellung eines Chips ist: Hunderte von Firmen in dutzenden L&auml;ndern sind an Entwicklung, Design und Herstellung beteiligt. Im Durchschnitt reist ein Chip mehrere Male um die Welt, bevor das mikroelektronische Bauteil geliefert werden kann.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Rasante Entwicklung der &shy;Chip-Technologie</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Diese komplexen Lieferketten sind in den letzten Jahrzehnten als Reaktion auf die immer anspruchsvolleren Technologien entstanden. Seit der Erfindung des integrierten Schaltkreises im Jahr 1958 hat sich die Zahl der Transistoren pro Wafer f&uuml;r einen Logikchip um den Faktor 10 Millionen erh&ouml;ht, was zu einer 100.000-fachen Steigerung der Prozessorgeschwindigkeit gef&uuml;hrt hat. Gepaart mit technischen Innovationen zum Beispiel im Bereich der Packaging- und Materialtechnologien konnten so Ger&auml;te mit exponentiell h&ouml;herer Rechenleistung in immer kleineren Formfaktoren entwickelt werden. Zur Veranschaulichung: Die heutigen Smartphones haben mehr Rechenleistung als die Gro&szlig;rechner, mit denen die NASA 1969 Apollo 11 zum Mond &shy;schickte. Sie enthalten auch mehr Speicherplatz als ein <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/server/" target="_blank" title="Zentrale Netzwerkrechner, &uuml;ber die funktionale und infrastrukturelle Netzdienste realisiert werden." class="encyclopedia">Server</a> in &shy;einem Rechenzentrum im Jahr 2010.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Verschiedene Regionen, verschiedene &shy;Aufgaben</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Diese beeindruckende Weiterentwicklung der Halbleitertechnologie war und ist nur mit viel Know-how und erheblichen Investitionen m&ouml;glich: Laut ZVEI investiert die Branche rund 22 Prozent des j&auml;hrlichen Umsatzes in Forschung und Entwicklung &ndash; mehr als jeder andere Industriezweig. Die Antwort der Branche darauf ist Aufgabenteilung. &shy;Dabei hat sich eine Lieferketten-Struktur herauskristallisiert, bei der verschiedene Regionen &shy;besonders stark in bestimmten Aufgaben sind: Die USA sind zum Beispiel f&uuml;hrend bei den F&amp;E-intensivsten Aktivit&auml;ten &ndash; wie der elek&shy;tronischen Designautomatisierung, dem Chipdesign und der &shy;Fertigungstechnologie. Ostasien dagegen ist f&uuml;hrend in der Wafer-Fertigung. China ist f&uuml;hrend in den Bereichen Montage, Packaging und Testing, die weniger hochqualifizierte Fachkr&auml;fte und auch weni&shy;ger Kapital erfordern. Alle L&auml;nder sind in dieser integrierten globalen Lieferkette voneinander abh&auml;ngig und verlassen sich auf den freien Handel, um Materialien, Ausr&uuml;stungen, geistiges Eigentum und Produkte rund um die Welt an den f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung der jeweiligen T&auml;tigkeit optimalen Ort zu bringen. Diese globale Arbeitsteilung schafft einen enormen Wert: Nach einer Studie der Boston Consulting Group w&uuml;rde der Aufbau &shy;einer &shy;geschlossenen Wertsch&ouml;pfungskette in einer einzelnen &shy;Region Investitionen in H&ouml;he von rund 1 Billion Euro erfordern und zu einer deutlichen Verteuerung der Mikroelektronik in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 35 bis 65 Prozent f&uuml;hren.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Spezialisierung f&uuml;hrt zu Risiken</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die geografische Spezialisierung hat zwar zu mehr &shy;Effizienz gef&uuml;hrt, sie schafft aber auch Risiken. Laut einer von SIA und der Boston Consulting Group durchgef&uuml;hrten Studie gibt es in der gesamten Lieferkette mehr als 50 T&auml;tig&shy;keiten, an &shy;denen eine Region mehr als 65 Prozent des Weltmarktanteils h&auml;lt. Etwa 75 Prozent der Halbleiter-Produktionskapazi&shy;t&auml;ten sowie viele Lieferanten von Schl&uuml;sselmaterialien&nbsp;&ndash; wie Sili&shy;ziumwafern, Fotolack und anderen Spezialchemikalien&nbsp;&ndash; sind in China und Ostasien konzentriert. Dar&uuml;ber hinaus befinden sich die weltweit modernsten Produktionskapazit&auml;ten &ndash; mit Chip-Gr&ouml;&szlig;en unter 10&nbsp;Nanometern &ndash; derzeit in S&uuml;dkorea (8 Prozent) und Taiwan (92 Prozent). &shy;Sollte es in einem dieser L&auml;nder zu St&ouml;rungen kommen &ndash; zum Beispiel durch Naturkatastrophen oder politische &shy;Konflikte&nbsp;&ndash; w&uuml;rde das zu schwerwiegenden Unterbrechungen in der weltweiten Versorgung mit Chips f&uuml;hren.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s3">&Uuml;bernahmen ver&auml;ndern die Chip-&shy;Landschaft</span></strong></p>
<p class="p1">Auch bei den Unternehmen der Halbleiterbranche selbst f&uuml;hrten die immer h&ouml;heren Anforderungen an die Chip-Technologie und die damit verbundenen immensen Investitionen in den letzten Jahren zu einer starken Konsolidierung. Heute wird jedes Segment entlang der Lieferkette &ndash; von der Chip-Entwicklung &uuml;ber die Hersteller von &shy;Fertigungstechnologie bis hin zu den Chip-Herstellern selbst &ndash; von einigen wenigen Unternehmen dominiert. So gab es Anfang der 2000er-Jahre noch 25 Unternehmen, die in der Lage waren, die zu diesem Zeitpunkt modernsten Chips zu fertigen. Heute sind es nur noch drei Unternehmen, die &uuml;ber die entsprechenden F&auml;higkeiten und Technologien in der Produktion verf&uuml;gen. Bei den f&uuml;r die Halbleiterfertigung ben&ouml;tigten Maschinen und Anlagen teilen sich ein niederl&auml;ndisches, ein japanisches und drei US-Unternehmen mehr als zwei Drittel der Ums&auml;tze.</p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Io</span><span class="s2">T als neuer Treiber</span></strong></p>
<p class="p1">Gerade das IoT hat das Potenzial, die Halbleiterindustrie noch einmal sp&uuml;rbar zu ver&auml;ndern: Dieser Markt &shy;erfordert die unterschiedlichsten Chips &ndash; unter anderem f&uuml;r die <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/cloud/" target="_blank" title="IT-Ressourcen werden &uuml;ber das Internet bedarfsgerecht bereitgestellt und nach dem tats&auml;chlichen Verbrauch abgerechnet." class="encyclopedia">Cloud</a>-Integration und Konnektivit&auml;t, f&uuml;r Datenverarbeitung oder Sensorik. Das Moore&rsquo;sche Gesetz, das die Steigerung der Leistungsgeschwindigkeit und den R&uuml;ckgang der Kosten f&uuml;r Chips vorhersagte, wird dabei immer weniger relevant. Bei IoT-Chips r&uuml;cken dagegen Faktoren wie Stromverbrauch, Baugr&ouml;&szlig;e, Software und Konfigurier&shy;barkeit in den Vordergrund. Die gro&szlig;e Vielfalt unterschiedlicher <a href="https://future-markets-magazine.com/de/encyclopedia/app/" target="_blank" title="Kurzform f&uuml;r Applikation oder Anwendung; Anwendungssoftware f&uuml;r Smartphone, Tablet oder andere tragbare elektronische Ger&auml;te." class="encyclopedia">App</a>likationen, f&uuml;r die IoT-Chips entwickelt werden m&uuml;ssen, hat zu einer Vielzahl von neuen Unternehmen in der Halbleiterindustrie gef&uuml;hrt. Ihr Vorteil: Sie profitieren von den in den letzten Jahrzehnten geschaffenen Strukturen in der Halbleiterbranche. Sie k&ouml;nnen sich auf die Entwicklung neuer Chips konzentrieren, f&uuml;r deren Produktion aber auf die vorhandenen Fertigungskapazit&auml;ten der Spezialisten zur&uuml;ckgreifen &ndash; der Investitionsaufwand h&auml;lt sich also in Grenzen. Das schafft Spielraum f&uuml;r viele &shy;innovative Ideen und ver&auml;ndert die Wettbewerbsdynamik in der &shy;Branche noch einmal komplett.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
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		<title>Es gibt nicht den einen Halbleiter</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/innovators/es-gibt-nicht-den-einen-halbleiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 11:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovators]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Director Global Indirect Procurement Globalfoundries]]></category>
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		<category><![CDATA[Halbleitertechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Silicon Saxony]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Trends der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstands Silicon Saxony]]></category>
		<category><![CDATA[Yvonne Keil]]></category>
		<category><![CDATA[zukunftsmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftstrends]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit Yvonne Keil, Mitglied des Vorstands von Silicon Saxony und Director Global Indirect Procurement&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Interview mit Yvonne Keil, Mitglied des Vorstands von Silicon Saxony und Director Global Indirect Procurement bei Globalfoundries</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat es das Hightech-Netzwerk Silicon Saxony geschafft, rund um Dresden Europas gr&ouml;&szlig;ten Mikroelektronik-Standort aufzubauen. Globalfoundries, Infineon und Bosch betreiben dort einige der modernsten und gr&ouml;&szlig;ten Halbleiter-Fabs weltweit. Damit k&ouml;nnte die Region ein gutes Vorbild f&uuml;r Europa sein, wie man hierzulande erfolgreich ein Halbleiter-&Ouml;kosystem aufbauen kann. Yvonne Keil, Mitglied des Vorstands von Silicon Saxony, ist &uuml;berzeugt, dass sich so ein Engagement lohnt. Als &shy;Director Global Indirect Procurement ist Keil bei &shy;Globalfoundries unter anderem verantwortlich f&uuml;r den Bau neuer Produktionsst&auml;tten und mahnt an, dass Investitionen differenziert erfolgen m&uuml;ssen.</span></p>
<p class="p1"><strong>Frau Keil, wie kamen Sie &uuml;berhaupt zur Halbleiterindustrie?</strong></p>
<p class="p2"><b>Yvonne Keil:</b> Mit 16 habe ich ein Praktikum in einem Halbleiterunternehmen absolviert. Ich stand da in dieser riesigen, vollautomatisierten Fabrik mit ihrem komplexen Herstellungsprozess, bei der am Ende dieser kleine Chip herauskommt. Das fand ich faszinierend, hier wollte ich arbeiten. Ich studierte also Halbleiter- und Elektrotechnik und machte mich auf den Weg.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p1"><strong>Welche Technologie-Entwicklungen aus dem Bereich der Halbleiter finden Sie </strong><strong>aktuell besonders spannend?</strong></p>
<p class="p2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Das Spannendste ist f&uuml;r mich im Moment, dass Halbleitertechnologie &uuml;berall im Leben eines jeden Menschen zu finden ist. Wenn Sie Auto fahren, sind da &shy;Hunderte von Chips darin &ndash; und wenn man f&uuml;r einen Halbleiterhersteller arbeitet, war man h&ouml;chstwahrscheinlich an der Produktion einiger davon beteiligt. Oder man schaut sein mobiles Ger&auml;t an und denkt &ndash; hey, den Display-Chip habe ich mitentwickelt. Oder wenn man mit seinen Lieben und Freunden auf der ganzen Welt in Verbindung treten will &ndash; &uuml;berall sind Halbleiter Teil des t&auml;glichen Lebens. Das fasziniert mich wirklich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p class="p1"><span class="s1"><i>&bdquo;Halbleiter sind &uuml;berall und sie sind unverzichtbar</i></span><span class="s2"><i>.&ldquo;</i></span></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong>Was macht Halbleiter aus Ihrer Sicht so wertvoll?<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></strong></p>
<p class="p2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Um die Herausforderungen der kommenden Generationen und die, mit denen wir heute bereits konfrontiert werden, zu bew&auml;ltigen, brauchen wir die Halbleitertechnologie. Wenn ich dar&uuml;ber nachdenke, wie ich meinen CO<sub>2</sub>-Fu&szlig;abdruck verringern und meine Lebensweise nachhaltiger gestalten kann, muss ich &uuml;ber ein neues Konzept des Energiemanagements und der Energieerzeugung nachdenken &ndash; dazu geh&ouml;ren dann fast zwangsl&auml;ufig Mikrochips. Wenn man &uuml;ber neue Mobilit&auml;tskonzepte f&uuml;r St&auml;dte nachdenkt und dar&uuml;ber, wie man Autos verbessern kann &ndash; dann sind Halbleiter ein Teil davon. Daher haben Halbleiter heute so einen hohen Wert f&uuml;r uns.</p>
<p class="p1"><strong>W&uuml;rden Sie der Aussage zustimmen, dass Mikrochips das neue Erd&ouml;l sind &ndash; also der Motor f&uuml;r die Volkswirtschaften?</strong></p>
<p class="p2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Das passt ganz gut, denke ich. Halbleiter sind &uuml;berall und sie sind unverzichtbar. Wichtig dabei: Es gibt nicht den einen Halbleiter. Man braucht nicht nur Zwei- oder F&uuml;nf-Nanometer-Chips. Sondern man ben&ouml;tigt f&uuml;r all die verschiedenen Aspekte des Lebens, in denen Halbleiterprodukte eingesetzt werden, sehr differenzierte L&ouml;sungen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p1"><strong>Halbleiter werden zunehmend zu einem </strong><strong>politischen Thema &ndash; was bedeutet das f&uuml;r die Industrie?<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></strong></p>
<p class="p2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Grunds&auml;tzlich gilt, dass die Chip-Herstellung komplex ist und die M&auml;rkte wachsen. In den vergangenen Jahren wurden die Investitionen nicht mehr in dem Ma&szlig;e get&auml;tigt, wie sie wahrscheinlich n&ouml;tig gewesen w&auml;ren, um auf die wachsende Nachfrage vorbereitet zu sein. Aber mit dem, sagen wir mal, Beschleuniger COVID-19 stehen wir vor einer neuen Geschwindigkeit der Digitalisierung. Regierungen erkennen jetzt, dass sie in die Fertigung mitinvestieren m&uuml;ssen, um ihre heimischen Kapazit&auml;ten zu sichern und ihre Industrien und Volkswirtschaften zu unterst&uuml;tzen. Das ist ein deutlicher Mentalit&auml;tswandel. Chips sind ganz klar ein Teil jeder Industrie, und das wird jetzt erkannt.</p>
<p class="p1"><strong><span class="s1">Was ist aus Ihrer Sicht erforderlich, um einen Engpass bei HalbleiterProdukten in Zukunft zu vermeiden?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Das, was n&ouml;tig ist, ist bereits in Gang gesetzt: Wir haben in der Halbleiterindustrie begonnen, die Kapazit&auml;ten zu erh&ouml;hen und nehmen dazu erhebliche Investitionen vor. Zum Beispiel investiert Globalfoundries in eine neue Fab in Singapur und baut auch die Standorte in Dresden und den Vereinigten Staaten weiter aus. Auf der anderen &shy;Seite hat die Politik erkannt, dass die Halbleiterindustrie entscheidend f&uuml;r die Zukunft ist, und wir brauchen R&uuml;ckenwind durch neue wirksame Instrumente wie den European Chips Act. Diese m&uuml;ssen aber auch schnell eingesetzt werden, damit die Unternehmen das klare &shy;Signal f&uuml;r weitere Investitionen bekommen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Reicht es denn, dazu einfach neue Fabriken zu bauen?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Nein, das reicht nicht. Auch das gesamte &Ouml;kosystem drumherum muss ausgebaut werden. Das bedeutet, dass auch unsere Zulieferer investieren und ihre Kapazit&auml;ten ausbauen m&uuml;ssen. Und nat&uuml;rlich m&uuml;ssen auch die Fachkr&auml;fte verf&uuml;gbar sein, um das Wachstum zu unterst&uuml;tzen.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Hat die Politik in der Vergangenheit geschlafen und nicht die n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen ergriffen, um die Chip-Lieferketten zu sichern?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.: </b>Es liegt eher daran, dass die Nachfrage nach Halbleitern wesentlich schneller gestiegen ist, als man vorhersehen konnte. Da war COVID-19 ganz klar ein Beschleuniger. Damit haben wir die n&auml;chste Stufe der Digitalisierung viel schneller erreicht, als erwartet wurde. Aber jetzt muss auch die Politik entsprechend schnell reagieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><strong>Was kann die Politik tun, um die Halbleiter<span class="s2">&shy;&shy;Industrie wieder zur&uuml;ck nach Europa zu holen?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Mit dem IPCEI Instrument, dem European Chips Act oder dem US Chips Act hat die Politik richtige und wichtige Schritte gemacht. Aber: Es ist genauso wichtig, in die richtige Technologie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu investieren. Und man muss genau &uuml;berlegen, in welche Technologiefelder ganz konkret investiert wird. Denn wie ich schon gesagt habe &ndash; es gibt nicht den einen richtigen Weg und die eine richtige Technologie, sondern es gibt in der Halbleiterindustrie viele Anforderungen. Wir brauchen deshalb eine Vielzahl von innovativen und differenzierten L&ouml;sungen f&uuml;r viele unterschiedliche Anwendungen und Erfordernisse, um erfolgreich zu sein.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Wie ist denn Ihre pers&ouml;nliche Meinung zum European Chips Act?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Es ist der richtige Schritt nach vorn. Unsere Regierung und die Europ&auml;ische Kommission unterstreichen damit, dass die Halbleiterindustrie unverzichtbar ist und dass die Politik sie unterst&uuml;tzen will. Aber die Investitionen und Finanzierungen m&uuml;ssen in die richtigen Technologien, am richtigen Ort und im richtigen Tempo get&auml;tigt werden.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Was k&ouml;nnten dabei Hindernisse sein?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Es geht vor allem um Geschwindigkeit. Die entsprechenden Entscheidungen m&uuml;ssen sehr schnell getroffen und konsequent umgesetzt werden.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Wie kam es dazu, dass die Region rund um Dresden zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Mikroelektronik- und IT-Cluster Europas geworden ist?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Die richtigen Leute waren entscheidend. Dresden war ja bereits zu DDR-Zeiten ein Zentrum f&uuml;r Mikroelektronik. Als nach der Wiedervereinigung die ersten Halbleiterfirmen nach einem Standort suchten, war Dresden einfach die Stadt mit den entsprechenden Fachkr&auml;ften, den richtigen Leuten mit den richtigen F&auml;higkeiten. Im Laufe der Jahre, und wir sprechen inzwischen von 60 Jahren Halbleiterindustrie in Dresden, haben wir rundherum ein ganzes &Ouml;kosystem aufgebaut. Das profitiert eindeutig von der richtigen Mischung aus technologischen Lehr- und Forschungskapazit&auml;ten &ndash; wir arbeiten eng mit Universit&auml;ten und zum Beispiel den Fraunhofer-Instituten zusammen &ndash;, von gro&szlig;en Playern wie auch kleineren Zulieferern der Halbleiterindustrie und von Firmen aus der Softwarebranche. Diese Mischung hat das Cluster so erfolgreich gemacht.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Was unterscheidet Silicon Saxony von anderen Initiativen in diesem Bereich?<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Angefangen hat alles in den 90er-Jahren mit einer Initiative &bdquo;von unten&ldquo;, sprich: der Zulieferindustrie. Ziel war es, zusammen mit der ersten Halbleiterfabrik in Dresden, das in Sachsen vorhandene Halbleiter-&Ouml;kosystem sichtbarer zu machen. Der gro&szlig;e Unterschied zu anderen Organisationen in diesem Bereich ist, dass wir eine zu einhundert Prozent privat finanzierte Initiative sind &ndash; die Finanzierung erfolgt also ausschlie&szlig;lich durch die Halbleiterindustrie und ihre Zulieferer. Nat&uuml;rlich arbeiten wir dabei auch eng mit der Regierung zusammen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p class="p1"><i>&bdquo;Die verschiedenen Aspekte des Lebens erfordern entsprechend&shy; differenzierte Halbleiter&shy;l&ouml;sungen</i><span class="s1"><i>.&ldquo;</i></span></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Wie sieht es mit dem Nachwuchs an Fachkr&auml;ften bei Ihnen aus?<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Wir alle brauchen sie! Wir arbeiten in einer sehr, sehr interessanten Branche, die Experten und Spezialisten in vielen Bereichen ben&ouml;tigt. Wir brauchen Technikerinnen und Techniker f&uuml;r den Betrieb gro&szlig;er Fabs genauso wie Fachleute in der Technologieentwicklung oder IT-Experten. Es geht darum, die n&auml;chste Generation f&uuml;r die kommenden Herausforderungen fit zu machen.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Was w&uuml;rden Sie denn einem Jugendlichen sagen, warum er eine Karriere in der Halbleiterindustrie anstreben sollte?</span></strong></p>
<p class="p2"><span class="s2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Die Halbleiterindustrie ist wirklich faszinierend &ndash; auch, weil sie einem als jungem Menschen so viele M&ouml;glichkeiten bietet. Ich zum Beispiel habe in meinen 18 Berufsjahren bereits als Automatisierungsingenieurin gearbeitet, war dann verantwortlich f&uuml;r die Qualit&auml;ts&shy;sicherung in der Produktion und bin heute in der Beschaffung t&auml;tig. Es gibt so viele Bereiche bei der Herstellung von Halbleiterprodukten&#8202;&#8202;&hellip; Es ist einfach gro&szlig;artig, ein Teil &shy;davon zu sein.</span></p>
<p class="p1"><strong><span class="s2">Was genau macht das so gro&szlig;artig?</span></strong></p>
<p class="p2"><b>Y.&thinsp;K.:</b> Man kann die Welt durch Technologie verbessern. Und die Leidenschaft f&uuml;r Technologie verbindet Menschen und Kulturen weltweit miteinander.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
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		<title>Halbleiter – DER neue Treibstoff der Weltwirtschaft</title>
		<link>https://future-markets-magazine.com/de/markets-technology/halbleiter-der-neue-treibstoff-der-weltwirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[The Quintessence]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 11:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Markets & Technology]]></category>
		<category><![CDATA[The World of Semiconductors]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Innovationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mikroelektronik ist heute Grundlage für ­nahezu jede zukunftsträchtige Technologie. Halbleiter sind unverzichtbar für die&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Die Mikroelektronik ist heute Grundlage f&uuml;r &shy;nahezu jede zukunftstr&auml;chtige Technologie. Halbleiter sind unverzichtbar f&uuml;r die &shy;meisten Bereiche der Wirtschaft und in fast allen &shy;Lebensbereichen. Doch ihre Produktion erfordert immer mehr Know-how und komplexe Wertsch&ouml;pfungsketten, so dass die Welt der Halbleiter sehr &shy;empfindlich auf St&ouml;rungen reagiert.</strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Fr&uuml;her war &Ouml;l das Lebenselixier der Volkswirtschaften weltweit. Mit der zunehmend voranschreitenden Digitalisierung &uuml;bernehmen Halbleiter immer mehr diese Rolle. &bdquo;Mikroelektronik ist eine Schl&uuml;sseltechnologie im digitalen Zeitalter und Halbleiter sind die Basis f&uuml;r fast alle k&uuml;nftigen digitalen Technologien&ldquo;, sagt Bitkom-Pr&auml;sident Achim Berg. Mikrochips bilden die miniaturisierten &shy;Kernst&uuml;cke komplexer elektronischer Schaltungen. Von der industriellen Produktion &uuml;ber die Medizintechnik bis hin zum vollautomatisierten Fahren &ndash; ohne Halbleiter geht kaum noch etwas. Auch den privaten Bereich haben Prozessoren und Speicherchips l&auml;ngst erobert: Sie sitzen in Smartphones, K&uuml;chenger&auml;ten, Fernsehern oder auch in Kreditkarten und Reisep&auml;ssen. Von Chips &auml;lterer Bauart, die immer noch in vielen Anwendungen verwendet werden, bis hin zu High-End-Chips, die f&uuml;r Spitzenprodukte wie PCs und Smartphones ben&ouml;tigt werden, sind Halbleiter essenzielle Bauteile in allen elektronischen Ger&auml;ten. Allein im Jahr 2021 wurden laut den auf den Halbleitermarkt spezialisierten Analysten von IC Insights 1,1353 Billionen Halbleitereinheiten ausgeliefert.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Rasante Entwicklung</span></strong></p>
<p class="p1">Dabei hat die Halbleitertechnologie in den letzten f&uuml;nf Jahrzehnten eine rasante Entwicklung durchlaufen. Die Apollo-Mondlandef&auml;hre verwendete bei der Mondmission 1969 einige zehntausend Transistoren mit einem Gesamtgewicht von etwa 30 Kilogramm. Zum Vergleich: IBM stellte in 2021 neue Halbleiterchips mit den kleinsten jemals hergestellten Transistoren vor. Mit dem neuen &shy;2-Nanometer-Transistor kann das Unternehmen 50 Milliarden Transistoren auf einem Chip von der Gr&ouml;&szlig;e eines Fingernagels unterbringen &ndash; 2 Nanometer sind schmaler als ein Strang der menschlichen DNA.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Nachfrage deutlich gr&ouml;&szlig;er als Angebot</span></strong></p>
<p class="p1">Wie abh&auml;ngig die globale Wirtschaft inzwischen von diesen kleinen Elektronikelementen ist, zeigen die &shy;Lieferengp&auml;sse, die seit Ende 2020 die Wirtschaft ausbremsen. Neue Smartphones kamen versp&auml;tet auf den Markt, Industrieroboter, Notebooks und selbst Spielekonsolen waren nur schwer erh&auml;ltlich. Besonders die Automobilindustrie war betroffen: In Autofabriken standen Produktionsb&auml;nder still, Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Laut dem Beratungsunternehmen AlixPartners hat die globale Automobilindustrie im Jahr 2021 rund <span class="s1">210 Milliarden US-Dollar an &shy;Umsatz </span>wegen des Halbleitermangels verloren. Bitkom-Pr&auml;sident Achim Berg: &bdquo;Der anhaltende Chip-Mangel ist ein Risiko f&uuml;r die gesamte Wirtschaft, gerade auch in Europa und Deutschland.&ldquo;<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></p>
<p class="p1">Dabei wird die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage von Halbleitern immer gr&ouml;&szlig;er, wie Michael Alexander, Partner bei Roland Berger, erl&auml;utert: &bdquo;Eine baldige Besserung ist nicht in Sicht. Denn der Engpass hat strukturelle Gr&uuml;nde, die in der aktuellen Ausgestaltung der Lieferketten liegen. Die Knappheit der Chips wird bis in das Jahr 2023 &ndash; und wahrscheinlich dar&uuml;ber hinaus &ndash; bestehen bleiben.&ldquo;</p>
<p class="p2"><strong><span class="s1">Langwierige Produktion</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Herstellung von Chips ist langwierig und komplex &ndash; vom Design &uuml;ber die Produktionsanlage, Chemikalien, Fertigung und Verpackung kann kein Land allein modernste Halbleiter produzieren. Um ein Halbleiter-Bauelement herzustellen, wird zun&auml;chst ein monokristalliner Halbleiterrohling, ein sogenannter Ingot, ges&auml;gt, geschliffen und poliert, um ihn in eine d&uuml;nne Form zu bringen. Anschlie&szlig;end werden auf diesem Wafer nach und nach diverse isolierende oder leitende Schichten erzeugt, die jeweils mit sogenannten lithografischen Verfahren strukturiert werden. Ganz zum Schluss werden die Wafer metallisiert, so dass Strom flie&szlig;en kann und sie kontaktiert werden k&ouml;nnen. So entstehen auf einem Wafer integrierte Schaltungen mit Leiterbahnen f&uuml;r eine gro&szlig;e Zahl von Bauteilen parallel. Abschlie&szlig;end werden die ICs vereinzelt und in ein Geh&auml;use eingebracht. W&auml;hrend des gesamten Prozesses wie auch am Ende werden die Arbeitsg&auml;nge immer wieder &uuml;berpr&uuml;ft und die Qualit&auml;t der ICs und Chips<br>
getestet.</span></p>
<p class="p2"><strong><span class="s2">Komplexe Wertsch&ouml;pfungskette</span></strong></p>
<p class="p1"><span class="s2">Der Herstellungsprozess eines einzigen Halbleiterprodukts kann rund zwei Monate dauern und umfasst rund 700 Einzelschritte, so Hagen-Holger Apel, Senior Client Portfolio Manager bei DNB AM: &bdquo;Dabei m&uuml;ssen mehr als 70-mal internationale Grenzen &uuml;berquert werden, bevor ein Endverbraucher-Kunde erreicht wird. Ein in den USA ans&auml;ssiges Halbleiterunternehmen kann weltweit bis zu 16.000 Zulieferer haben.&ldquo; Diese komplexe Struktur ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Optimierung der Wertsch&ouml;pfungskette hinsichtlich F&auml;higkeiten und Kosten. Aber sie macht die Halbleiterindustrie auch sehr empfindlich gegen&uuml;ber St&ouml;rungen in der Lieferkette.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p class="p1"><span class="s2">In 2020 kamen gleich verschiedene Faktoren zusammen, die diese Struktur getroffen hat: Versorgungsengp&auml;sse bei Rohstofflieferanten, geopolitische Spannungen zwischen China und den USA sowie ein durch die Corona-&shy;Pandemie verzerrter Markt. &bdquo;Die aktuellen Liefer&shy;engp&auml;ssen sind ein Anlass, einseitige Abh&auml;ngigkeiten zu hinterfragen und die Ausgangsposition im globalen Wettbewerb um digitale &shy;Technologien zu verbessern&ldquo;, sagt Bitkom-Pr&auml;sident Achim Berg.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
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